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Till Buschmann gewinnt Förderpreis des Bundespräsidenten

Die Freude war groß, als Till Buschmann (14) am 25.09.13 im Beisein seiner stolzen Eltern im Deutschen Historischen Museum zu Berlin mit einem Förderpreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet wurde.

Mehr als  5000 Schüler hatten sich bundesweit mit 1321 Beiträgen unter dem Motto „Vertraute Fremde – Nachbarn in der Geschichte“ auf Spurensuche begeben.
Angeregt und begleitet durch seine Klassenlehrerin Frau Koebernik inspirierte ihn das Thema, sich mit der Wiedervereinigung auf der Grundlage seiner eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen.
So machte er abstrakte Geschichtsschreibung greifbar durch ein Einzelschicksal.
In einem Interview mit seinem Vater konnte er feststellen, dass er das Resultat einer glücklichen deutsch-deutschen Erfolgsstory ist. Sein Vater, gebürtiger Oberhausener, heiratete nach der Wende seine jetzige Frau, eine Brandenburgerin, und lebt seitdem auch hier.
Allerdings offenbarte das Gespräch auch, dass der Vater im Rahmen seiner Tätigkeit bei der Bundeswehr in Storkow mit Fällen von Mobbing der
West-Offiziere gegen ehemalige NVA-Soldaten konfrontiert wurde, dagegen vorging, selbst in die Schusslinie geriet, schließlich aber einen Wechsel des Kommandanten erwirkte.
Indem sich Till seiner eigenen Geschichte gestellt und Vergangenheit aufgearbeitet hat, leistete er gleichzeitig auch einen Beitrag gegen das Vergessen und Verdrängen.
Hoffen wir in diesem Jahr auf ein weiteres spannendes Motto des Bundespräsidenten und auf zahlreiche Detektive unserer Schule, die Spuren am Tatort Geschichte sichern.

(Beatrix Koebernik)

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