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Der Erste Weltkrieg, Europa und ich

In der Zeit vom 19. bis 26. Juni 2014 nahmen 20 Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Schiller–Gymnasiums an der zweiten Projektbegegnung zum Thema „100 Jahre Erster Weltkrieg“ gemeinsam mit einer Schülergruppe der Zespol Szkol Nr. 3 Hugona Kollataja w Szamotulach  in Polen teil.
Morgens starteten wir von unserer Schule nach Szamotuly, wo uns die polnische Schülergruppe bereits erwartete und gemeinsam fuhren wir nach Waplewo, wo sich unsere Unterkunft befand.
In der Zeit dort erfuhren wir viel über unsere gemeinsame Vergangenheit und Geschichte. Wir besuchten historische Orte wie die Marienburg oder die Stadt Allenstein, die auch eine lange deutsche Geschichte haben und unter den verderblichen Kriegen so stark gelitten haben. Ebenso waren wir gemeinsam auf dem historischen Schlachtfeld der Ritterschlacht von 1410 in Tannenberg und dem in der Nähe liegenden, oft irrtümlich gleich bezeichneten Kampfgebiet der Masurenschlacht von 1914, was ja einen direkten Bezug zu unserem unmittelbaren Thema darstellte.
Ein besonderer Tag war dem Besuch von Rastenburg und der Wolfsschanze gewidmet, wo Oberst Graf Schenk von Stauffenberg  vor genau 70 Jahren das missglückte Attentat durchführte.
Wir besuchten weiterhin drei ehemalige Soldatenfriedhöfe in dem ehemaligen Ostpreußen, darunter dem größten in Waplitz, dem heutigen Waplewo.
Gemeinsam gedachten wir der Opfer und verstreuten  mit unseren polnischen Freunden Brandenburger Erde auf den Gräbern. Allein oder in kleinen Gruppen ging jeder seinen Gedanken nach.
Ein interessanter Vortrag von dem Landesgeschäftsführer des Volksbundes in Brandenburg, Herrn Oliver Breithaupt, machte uns mit der Geschichte, der Aufgabe und der Arbeit des Volksbundes bekannt.

Natürlich kamen auch der Spaß und das Lachen nicht zu kurz. Schnell merkten wir, dass sich unsere Interessen und Ansichten nicht groß von denen unsere gleichaltrigen polnischen Partner unterschieden.

Bei sportlichen Wettkämpfen, abendlichen Gesprächen  oder Grillabenden lernten wir uns sehr schnell persönlich kennen und merkten am Abend der Abschlussveranstaltung erst, wie schnell die Zeit vergangen war.

Ja, wir haben gemeinsam viel erlebt, viel gelacht, gesehen und gelernt. Das Entscheidende aber war wohl die gemeinsame Erkenntnis, wie sinnlos Kriege sind und wir haben begriffen, dass es an uns in Europa ist, Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Auf dem Rückweg wurden wir noch von dem polnischen Schulleiter noch zu einem gemeinsamen Mittagessen in seine Schule eingeladen, die wir uns dann auch noch ansehen durften.

Tja, – und dann kam doch der Abschied. Viele Umarmungen und auch Tränen. Aber wir wissen ja, dass dieses Projekt im nächsten Jahr in Brandenburg fortgesetzt wird.

Unser besonderer Dank gilt auch der polnischen Lehrerin, Frau A. Idkowiak, die unermüdlich übersetzt hat und mit ihrer stets freundlichen Art immer für uns da war. Weiterhin bedanken wir uns beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und da besonders bei Herrn Oliver Breithaupt, der auch „nach Feierabend“ so oft mit uns diskutiert hat.

Und natürlich bedanken wir uns ganz herzlich bei unseren Projektlehrer Herrn Wedekind, der es mal wieder geschafft hat,  mit uns ein interessantes und spannendes Projekt zu erarbeiten.

Projektgruppe Politik / Geschichte  Jahrgangsstufe 11

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