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Geschichtsunterricht einmal anders

Geschichtsunterricht einmal anders

Die 10. Klassen erlebten am 10.4.2019 den Geschichtsunterricht einmal ganz anders. Der DEFA-Regisseur Andreas Dresen stellte sich im Königs Wusterhausener Kult-Kino „Capitol“ nach der Präsentation seines Filmes „Gundermann“ einer Podiumsdikussion. Heidrun Voigt, Redakteurin der Lokalredaktion der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ), fasste die Veranstaltung in einem Artikel zusammen, der hier (ausschnittsweise) zu lesen ist. Der gesamte Artikel ist auf der Homepage der MAZ zu lesen :

Geschichte im Kino erklärt:
Schüler sehen Film „Gundermann“ – Regisseur, Landrat und Jugendreferent sprechen über die Stasi in der DDR

VON HEIDRUN VOIGT Königs Wusterhausen. Für mehr als 100 Jugendliche vom Friedrich-Schiller-Gymnasium in Königs Wusterhausen und vom Oberstufenzentrum in Schönefeld stand am Mittwochvormittag ein ganz besonderer Geschichtsunterricht auf dem Programm. Sie sahen im Kino „Capitol“ Andreas Dresens Film „Gundermann“. Der Film thematisiert die Verstrickungen des Lausitzer Baggerfahrers und Songpoeten Gerhard Gundermann mit der Staatssicherheit. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Mensch, der für seine Überzeugung kämpft und dabei immer wieder aneckt. Im Anschluss an den Film gab es eine Podiumsdiskussion mit Andreas Dresen und Landrat Stephan Loge (SPD), moderiert von Dietmar Schultke. Der Jugendreferent für historische Bildung im Landkreis Dahme-Spreewald hat die Veranstaltung organisiert. …

„Der Regisseur hat das sehr gut gemacht. Man konnte mit den Personen mitfühlen, sich in sie und ihre verzwickte Lage hineinversetzen“, sagte Felix (16) vom Schiller-Gymnasium. Seine Mitschülerin Nele (15) fand beachtenswert, dass der Film zwischen Tätern und Opfern die Waage gehalten habe.
In der Podiumsdiskussion berichteten Regisseur und Landrat, wie Mitarbeiter der Staatssicherheit versucht hätten, sie anzuwerben. …
Andreas Dresen wurde von einem Stasi-Mitarbeiter aus dem Unterricht an der Filmhochschule geholt und sollte über seine Seminargruppe berichten. Auch er habe Angst gehabt, so Dresen. … „Wäre dieser (der Stasi-Mitarbeiter) besser psychologisch geschult gewesen, hätte er vielleicht unterschrieben“, räumte der Regisseur ein. „Es gibt auch den alltäglichen kleinen Opportunismus, wo sich jeder fragen kann, wo fängt heute Verrat an“, stellte Dresen fest. Die Schüler bekamen ausführlich Antworten auf ihre Fragen in der anschließenden Diskussion.

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